Ein Plädoyer für mehr Danke: 3 Gründe, warum Danke sagen richtig guttut

Versetze dich zurück in deine Kindheit. Als kleines Kind stehst du gemeinsam mit deinen Eltern in einem Eiscafé, in dem es herrlich nach frisch gebackenen, Waffeln mit Zimt duftet. Gerade hast du deine Bestellung aufgegeben: „Zwei Kugeln in der Waffel, bitte.“ Der Verkäufer reicht dir die Eistüte über den Tresen, kommentiert die Szenerie mit „Bitte sehr, junge Dame“, das Eis lacht dich nahezu an und du greifst nach der süßen Köstlichkeit.

Doch bevor deine Zunge das Eis auch nur berührt hat, gucken dich deine Eltern ermahnend an. Es folgt ein strenges „Und was sagen wir da?“, das dich daran erinnert, dem netten Eisverkäufer ein schnelles „Danke“ zukommen zu lassen, bevor du dich deinem Eis widmest. 

Danke sagen wurde uns zwar nicht in die Wiege gelegt, aber spätestens mit dem ersten Eiskauf wollen unsere Eltern uns lehren: Danke sagen gehört zu einem höflichen Miteinander einfach dazu. Als Kinder lernen wir Danke sagen – WrappieEin aufrichtiges Dankeschön gehört auch beim Eiskauf dazu.

Wir machen einen kleinen Zeitsprung und sind nun wieder in der Erwachsenenwelt angekommen. Mehr oder weniger sanft gelandet, fällt dir auf, dass es vielen Menschen nicht leicht fällt, Danke zu sagen. Viele Menschen schieben stattdessen sogar ein „Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen“ vor. 

Vielen Menschen fällt es nicht leicht, danke zu sagen.

Du willst dich von diesem fehlenden Ausdruck der Dankbarkeit lösen und dein Umfeld wieder motivieren, mit aufrichtigen Dankeschöns nicht zu sparsam umzugehen? Dann bist du bei diesem Blogpost genau richtig. 

Hier erfährst du, mit welchen Argumenten du deine Mitmenschen überzeugen kannst, sich dem Wörtchen danke wieder mehr anzunähern. Außerdem haben wir uns drei Situationen überlegt, in denen du dich bedanken und somit den ersten Schritt in die Richtung von mehr Dankbarkeit machen kannst. 

Einfach nur danke, bitte? 3 Gründe, warum Danke sagen mehr als nur Höflichkeit bedeutet

Wir haben eine kleine Aufgabe für dich: Achte bei der nächsten Familienfeier oder einem entspannten Grillfest mit Freunden einmal darauf, wie deine Mitmenschen mit dem Wort Danke umgehen. Spätestens nach diesem genaueren Hingucken wirst du feststellen, wie unterschiedlich Menschen mit der vermeintlichen Höflichkeitsfloskel umgehen. 

Menschen gehen unterschiedlich mit vermeintlichen Höflichkeitsfloskeln um.

Da ist die eine Cousine, die fast schon inflationär mit dem Wörtchen um sich schmeißt. Wenn du es nicht besser wüsstest, könntest du annehmen, sie nähme es mit einem aufrichten sich bedanken nicht ganz so genau. Das komplette Gegenteil findest du in einem Bekannten, dem du sein Unwohlsein an der Nasenspitze ansiehst, wenn er das Gefühl hat, ein Wort des Dankes aussprechen zu müssen. 

Wie deinem Bekannten geht es ganz vielen Menschen, die sich durch den Ausspruch eines Dankes unwohl oder in irgendeiner Form abhängig fühlen. Dabei gibt es (mindestens) drei gute Gründe, warum Danke sagen wichtig ist und dementsprechend nicht vernachlässigt werden will.Manchen Menschen fällt Dankbarkeit schwer – WrappieDankbarkeit zeigen zu können ist wichtig für zwischenmenschliche Beziehungen. 

Ein Gefühl der Wertschätzung vermitteln

Danke sagen kannst du aus den unterschiedlichsten Gründen. Ob aufgrund des spontanen Überraschungsbesuchs von Freunden, eines außergewöhnlichen Geschenks oder des selbstlosen Spülmaschinenausräumens deines Partners:

Durch ein Danke fühlt sich dein Gegenüber wertgeschätzt.

Du zeigst mit diesem verbal kommunizierten Ausdruck der Dankbarkeit, dass du das, was für dich getan wurde, nicht als selbstverständlich erachtest. Das wiederum gibt deinem Gegenüber ein Gefühl von Anerkennung und Wertschätzung, es fühlt sich in seinen Bemühungen, dir etwas Gutes zu tun, gesehen und bestätigt.
Ein Dankeschön zeigt Wertschätzung – WrappieFür ein überraschendes Geschenk ist ein herzliches Dankeschön angebracht.

Durch Danke sagen sich selbst mehr annehmen

Wusstest du, dass du mit einem aufrichtigen Danke nicht nur deinem Gegenüber, sondern auch dich selbst glücklich machst? Der Grund hierfür lässt sich recht einfach erklären: Wenn du von einem guten Freund Hilfe erfahren hast, die über ein normales Maß an Hilfsbereitschaft hinausgeht, vermittelst du ihm mit einem herzlichen Dankeschön, dass du seine Unterstützung wertzuschätzen weißt.

Gleichzeitig gestehst du dir mit dem Verbalisieren ein, dass du in diesem Moment die Hilfe benötigt hast oder immerhin gut gebrauchen konntest. Du kannst die Tatsache, dass auch du in einigen Situationen Unterstützung brauchst, besser annehmen. Außerdem lernst du, deine vermeintlichen Schwächen als Teil deiner Persönlichkeit zu akzeptieren und diesen Teil nicht negativ zu bewerten. 

Wenn du abschließend einmal genau hinsiehst, wirst du feststellen, dass du diesen vermeintlichen Moment der Schwäche in eine Stärke verwandelt hast. Du hast Unterstützung benötigt, konntest diese in Form von Hilfsbereitschaft erfahren und sie liebevoll annehmen.

Ausgleich schaffen durch den Ausdruck der Dankbarkeit

Dir ist bestimmt aufgefallen, dass deine Mitmenschen sich besonders dann bedanken, wenn sie etwas bekommen. Menschen bedanken sich, wenn ihnen jemand die schweren Einkäufe nach oben trägt, der Postbote bis in den vierten Stock läuft oder sie ein besonders aufwendig gestaltetes Geschenk überreicht bekommen. 

Beziehungen, ganz gleich, um welche Art es sich dabei handelt, funktionieren nämlich nur sehr selten, wenn ein ständiges Ungleichgewicht die Beziehung zueinander prägt. 

In solchen Fällen erfüllt das Danke sagen nicht nur den Zweck der Wertschätzung, sondern stellt auch das Gleichgewicht zwischen zwei Menschen wieder her. Du bekommst etwas, beispielsweise ein Geschenk oder dir tut jemand einen großen Gefallen, und dafür gibst du etwas. Nämlich das Dankeschön. 

Durch diese Kommunikation wird das Gleichgewicht zwischen dir und deinem Gegenüber wieder hergestellt, was für ein harmonisches Miteinander besonders relevant ist. Beziehungen, ganz gleich, um welche Art es sich dabei handelt, funktionieren nämlich nur sehr selten, wenn ein ständiges Ungleichgewicht die Beziehung zueinander prägt. 

Wie sag ich’s? 3 Situationen, in denen ein Danke angebracht ist 

Du hast dir fest vorgenommen, mehr Danke zu sagen und es auch von deinen Mitmenschen aktiver einzufordern. Leider weiß man manchmal nicht genau, wie man bei einigen Menschen oder Situationen den richtigen Ton trifft, weswegen wir uns etwas überlegt haben. 

Wir stellen dir drei Situationen vor, in denen ein Dankeschön angebracht ist und verraten dir gleichzeitig, wie du den richtigen Ton triffst. Außerdem zählen wir die ein oder andere Möglichkeit auf, wie du die Botschaft des Dankes mit einem kleinen Geschenk verdeutlichst.Ein Danke Text als Dankeschön – WrappieMit einer selbst geschriebenen Karte und einem hübsch verpackten Präsent Danke sagen. 

#1 Danke, wenn die Nachbarn Blumen gießen

Der nächste Urlaub steht an, du und deine Familie wollen in den Sommerferien für zwei Wochen verreisen. Während der Planung fällt dein Blick auf die schönen Grünpflanzen, die dein Wohnzimmer zieren. Dir dämmert es: Ich muss noch jemanden finden, der während unserer Abwesenheit die Pflanzen gießt.

In solchen Momenten bist du heilfroh, dass ihr eine gute Nachbarschaft habt und sich die nette, alte Dame von nebenan ganz unkompliziert bereit erklärt, in eurer Abwesenheit ein Auge auf deine Pflänzchen zu werfen. 

Damit dir diese Hilfsbereitschaft auch weiterhin erhalten bleibt, solltest du dich in jedem Fall bei der zuvorkommenden Frau für ihre Unterstützung bedanken. Da das zweiwöchige Pflanzengießen für sie mit Aufwand verbunden ist, solltest du es allerdings nicht nur bei einem Wort des Dankes belassen, sondern dir eine Kleinigkeit überlegen.

Du weißt, in welchem Café die Nachbarin gerne ihren Nachmittagstee trinkt? Dann besorge von dort einen kleinen Gutschein sowie eine kleine Karte und bastle der netten Dame ein schönes Präsent, in dem du einen kleinen Dankestext in einer hübschen Schriftart auf die Grußkarte schreibst. Wie du’s anstellst, erfährst du in unserem Beitrag „Mache dein Geschenk zum Erlebnis – mit schönen Schriftarten und kreativen Ideen.”

#2 „Danke, dass ihr da wart“

Die Bekannten, die für deinen Geburtstag Hunderte Kilometer Fahrtweg auf sich nehmen oder die fleißigen Helfer, die deinen Umzug zu einem Kinderspiel gemacht haben, verdienen ein Danke. Die Schwiegereltern, mit denen ihr ein entspanntes Abendessen verbracht habt oder deine Freunde, die in jeder Situation für dich da sind, freuen sich, wenn du ihre Anwesenheit mit einem Dankeschön wertschätzt.

Momente wie diese sind prädestiniert dafür, sie mit einem aufrichtigen „Danke, dass ihr da wart“ abzuschließen. Manchmal wird einem genau diese Tatsache aber erst ein oder zwei Tage später bewusst, was aber nicht schlimm ist.

Danke sagen muss nicht immer unmittelbar in der Situation erfolgen, auf die es sich bezieht.

So kannst du dich bei deinen Mitmenschen auch im Nachhinein für ihr Dasein oder ihre Unterstützung bedanken, in dem du deine Umzugshelfer beispielsweise mit einer Einladung für ein kleines Abendessen überraschst oder den Bekannten eine kleine Geschenkbox mit ausgedruckten Polaroidfotos der ausgelassenen Geburtstagsfeier zukommen lässt. 

#3 Wenn später keine Gelegenheit mehr ist: Danke im Voraus

Bestimmt kennst du die Momente, in denen du von deinen Mitmenschen um etwas bittest, von dem du ganz genau weißt: Das, was ich da „verlange“, ist keine Selbstverständlichkeit. Sei es, ob du den Postboten darum bittest, dein Päckchen an einem vorher vereinbarten Ort abzulegen oder die Kollegin fragst, ob sie für dich einspringen kann.

Mit einem Danke im Voraus kannst du in solchen Fällen auf Nummer sichergehen. Das Dankeschön, dass du schon zu Beginn kommunizierst, sorgt dafür, dass bei deinem Gegenüber gar nicht erst ein Gefühl von „Puh, das ist aber ganz schön viel verlangt“ aufkommt. Du signalisierst direkt zu Beginn, dass du weißt, um welch großen Gefallen du gerade bittest und das du die Mühe des Gegenüber wertschätzt.

Auch wenn man das Dankeschön im Voraus als eine Art Prävention betrachten könnte, kommt es genauso von Herzen wie alle anderen Worte des Dankes. Du kannst deshalb auch hier das ein oder andere Geschenk dazulegen, wie beispielsweise eine Tafel leckere Schokolade. Mit kleinen Geschenken Danke sagen – WrappieBesonders unter Kollegen ist die Schokolade zum Dank eine gern gesehene Aufmerksamkeit.

Einfach mal Danke sagen ist gar nicht so schwer, wie es manchen Erwachsenen vielleicht vorkommt. Unabhängig davon, wie deine Mitmenschen es mit der Kultur der Dankbarkeit handhaben – du bist jetzt in jedem Fall dankfest. Wenn dein Umfeld noch etwas Nachholbedarf in Sachen „Dankeschön“ hat, hast du nun die passenden Argumente parat, um sie von dem Wert eines aufrichtigen Dankes zu überzeugen.

 


Hannah Doths, Redakteurin bei Inara schreibt

 

 Über die Redaktion

Hannah Doths ist Corporate Bloggerin und Redakteurin von inara schreibt. Neben dem Lektorat und der Betreuung der Autoren des Unternehmens ist sie verantwortlich für die Erstellung und Überprüfung aller Kriterien, um einzigartigen Content zu kreieren.